Borreliose-Serologie
Die serologische Diagnostik der Borreliose hat in der Praxis keine strikten Regeln:
Die Antikörperentwicklung nach dem Zeckenstich erfolgt langsam und ist zum Zeitpunkt
des Erythema migrans häufig nicht reaktiv.
2 bis 4 Wochen nach der Infektion treten erwartungsgemäß zuerst die IgM-Antikörper auf. Die IgG-Antikörper
folgen und persistieren meist. IgM-Antikörper können auch über Jahre persistieren.
Der so genannte Suchtest - ELISA - fällt häufig falsch negativ aus. Deshalb sollte regelmäßig ein Western-
oder Immunoblot veranlasst werden. Bei diesem werden einzelne Banden angezeigt und man kann aus dem Bandenmuster
eine stattgehabte Infektion nachweisen. Es gibt allerdings auch hierbei sowohl falsch negative, als auch falsch
reaktive Ergebnisse.
Keinesfalls kann man aus der Höhe des Titers oder dem Bandenmuster die Schwere der Krankheit ersehen; ebenso
ergibt sich hieraus kein Beweis für den Erfolg einer antibiotischen Therapie.
Unwägbarkeiten der unterschiedlichen Testkits der verschiedenen Hersteller bei fehlendem Goldstandard für die
Ausrichtung der Teste werden als
ausführlicher Artikel in der Druckversion dargestellt.
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